Montag, August 16, 2010

Der Staub der Lebendtoten

Von Samstag auf Sonntag war ich bei meinem ersten Live-Rollenspiel (Cthulhu). Für die, die sich darunter nichts vorstellen können, sei gesagt: Erwachsene Menschen rennen abends / nachts durch einen Wald, tun so als seien sie andere Charaktere (SCs) und kämpfen dabei gegen diverse Gegner (NSCs). Dabei läuft noch einer mit der als Spielleiter die Story vorantreibt und weiß was passiert. Bei der ganzen Sache muss man sich selbst irgendwie vergessen und sich ganz auf seinen Charakter einlassen. In unserer Runde von 14 Leuten war ich die einzige Spielerin, die vorher noch nie live gespielt hat (Pen und Paper habe ich allerdings schon einige hinter mir). Meine Mitspieler waren total nett und haben es immer wieder geschafft mich einzubinden, wenn ich mal ein wenig zu "offplay" war. Schon die Tischgespräche beim Essen bevor es in den Wald ging waren teilweise unfassbar spaßig, weil man als völlig anderer Mensch den größten Scheiß erzählen kann und alle um einen herum mitmachen. Schönes Ding!
Am Besten war das Finale, bei dem alle acht erwachsenen Spieler (ich glaube, ich war mit meinen 19 Jahren eindeutig die Jüngste :D) auf einer Waldlichtung um 01:00h morgens um einen riesigen Stein mit Kerzen drauf herum rannnten und gegen die sechs NSCs mit schwarz angemalten Gesichtern "gekämpft" und wild Zahlen von eins bis vier durcheinander gerufen haben. Die Zahlen entsprechen quasi dem Schaden. Ich habe drei Schaden gemacht, war also eine Mörder-Kampfmaschine.
Ich habe mich köstlich amüsiert und hoffe, irgendwann nochmal bei so etwas mitmachen zu können. Normalerweise läuft vorallem das Cthulhu darauf hinaus, dass alle geisteskrank werden. Das kam an dem Abend leider nicht so sehr raus, weil das Übernatürliche erst relativ spät eingeführt wurde. Spaßig (und spooky) war es aber trotzdem.

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