Sonntag, August 01, 2010

Auf der Suche nach dem Schatzzzzzz

Was macht Judith, wenn sie nicht gerade Dvds kauft und guckt, im Bett rumliegt oder durch die Gegend streift? Sie geht mit Hund und Kegel cachen. Was ist cachen? Insofern man im Besitz eines GPS-Gerätes und Computer mit Internetzugang ist, kann man loslegen. Im Internet findet man Koordinaten zu verschiedenen Orten. Diese Orte müssen wie bei einer Schnitzeljagd gefunden werden. Die Schnitzel sind in unserem Fall die Koordinaten. Meistens (und am Schönsten) sind Caches im Wald. Kurz gesagt rennt man durch den Wald auf der Suche nach dem Schatzzzz (Gollum lässt grüßen). Es gibt kurze (Tradis) und lange (Multis) Routen. Es gibt quasi unbegrenzte Möglichkeiten einen Cache zu machen. Nachts mit Reflektoren und Taschenlampen, keine Koordinaten sondern Rätsel, Webcams auf öffentlichen Plätzen undsoweiterundsofort. Wen es interessiert, kann hier noch mehr erfahren.

Neulich war ich mit Freund, Freundesbruder, Freundescousin + Freundesbrudersfreundin bei einem Lost Place. Eine besonders tolle Sache, da man unbewohnte, verlassende Orte besucht. Wir waren in einem verlassenen Waisenhaus aus den 1950er Jahren. DAS war spooky, meine Freunde. Empfangen von einem in rot geschriebenen HELP auf der Eingangstür, waren wir alsbald auch schon im Haus. Überall Glas von kaputten Fenstern und hinterlassene Dinge wie Kacke der Penner (oder etwa der Geister?), Kartons und Dokumente. Auf einem Haufen lagen Zeitzeugen in Form von Kontoauszügen, Briefe, Anträge und sogar psychologische Gutachten von vor 50 Jahren. Ich frage mich wirklich, wieso man solche Dinge nicht mitgenommen und vernichtet hat. Ich glaube nicht, dass die betroffenen Personen alle schon tot sind. Wirklich sonderbar. Außerdem war man ständig darauf gefasst, früher oder später auf ein kleines Geistermädchen mit schwarzen Haaren und hoher Stimme zu treffen. Man hat sich wirklich wie in einem Horrorfilm gefühlt. War super. Und was lernen wir daraus? Schnitzeljagden sind noch lange nicht aus der Mode gekommen :D

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