Freitag, September 03, 2010

Room 1408

Es ist nicht so, dass das was ich sehe nicht real ist, es ist nur nicht so real wie es scheint. 

| Zimmer 1408 von Mikael Håfströmaus, 2007.
USA, Dimension Films, 114 min.
Mike Enslin (John Cusack) schreibt Bücher über verwünschene Hotels und Friedhöfe. Eines Tages verschlägt es ihn in das New Yorker Dolphin Hotel, von dem er bereits viel gehört hat. Schon bei der Reservierung am Telefon rät man Enslin davon ab, in diesem Zimmer zu nächtigen. Der zynische Autor lässt sich davon aber nicht abhalten. Als er schließlich dort ankommt, wird er vom Hotelmanager Gerald Olin (Samuel L. Jackson) dazu gedrängt abzureisen, er erzählt Enslin allerlei Geschichten von Menschen die in diesem Zimmer bereits nach einer Stunde verrückt geworden seien und sich umgebracht hätten. Seitdem steht das Zimmer leer und wird nur einmal im Monat für zehn Minuten betreten um es oberflächlich zu reinigen. Enslin lässt sich von seinem Vorhaben jedoch nicht abbringen und bezieht das Zimmer. Von da an geschehen sonderbare Dinge und Mike Enslin scheint in seiner persönlichen Hölle festzustecken. Der Uhr tickt und der Wecker in seinem Zimmer zählt bereits von 59 Minuten runter...

Schriftsteller, Hotel, verfluchtes Zimmer und ein freundlicher Afroamerikaner (um es politisch korrekt auszudrücken;) - Shining Teil 2? Falsch.Aus mir unerfindlichen Gründen sind nur wenige Leute von diesem Film begeistert. Während die Kritiken meist positiv sind, sind die Zuschauer oft enttäuscht. Und ich kann nicht verstehen wieso. Mir hat der Film wirklich sehr gut gefallen. Edward Nort.. ähm, John Cusack (haha, wem passiert das auch öfter?) gibt eine wirklich gute Leistung ab. Der Film spielt einen Großteil der Zeit in Zimmer 1408 und man ist speziell auf Cusack fixiert. Ich finde, er trägt den Film ganz wunderbar. Nur Jacksons Auftritt als mysteriöser Hotelmanager ist meiner Meinung nach viel zu kurz! Das wäre vielleicht noch ausbaufähig gewesen. Bereits in einer Anfangssituation fühlte ich mich an Agent Cooper aus David Lynchs Twin Peaks erinnert. Sehr zu meiner Freude; ob das jedoch beabsichtigt war, konnte ich leider noch nicht herausfinden.Der Film bietet kein Blutbad oder wildes RumgemetzelhauptsacheTodundVerderben. Vielmehr bietet er ein perfides Spiel mit den eigenen Ängsten. Spoiler: Wenn das Zimmer die persönliche Hölle widerspiegelt.. Was würde ich in diesem Zimmer erleben? Wessen Tod immer und immer wieder sehen? Vom Film gibt es eine sehr entzückende Ausgabe im Digipack inklusive zusäzlicher DVD mit Director's Cut und alternativem Ende (mir gefällt die Kinoversion übrigens besser). Ich liebe die Veröffentlichungspolitik von Senator. Ich glaube, so gut wie alle meiner Superduper-Special Editions sind von Senator :D Weiter so! Davon könnte sich so manche Firma mal was abgucken.

"Ein Mister Grady Miller ertrank in seiner Hühnersuppe"
"Das ist nicht so leicht. Wie hat er das gemacht?"


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