Dienstag, September 14, 2010

Kaffee, Kaffee, Kaffee.

Eine Liebeserklärung an zwei Gilmore Girls.

Als ich im Jahre 2004 zum ersten Mal den Trailer zur ersten Staffel gesehen habe, war ich entzückt. Ich weiß nicht mehr wieso, aber ich habe mich irgendwie auf den Start der Serie gefreut. Meine Mutter fand den Trailer doof und meinte, die Serie sei bestimmt komisch - das Resultat nach ein paar Folgen war, dass wir jeden Tag um 16:00h verabredet waren, um den Gilmore Girls zu zusehen, wie sie ihr Leben leben. Irgendwann wurde die Serie wegen guter Quoten einmal wöchentlich in der Primetime ausgestrahlt. Das war eher unkuhl.
Lorelai wurde mit 16 Jahren schwanger und bekam Rory. Zusammen leben die beiden nun in der Kleinstadt Stars Hollow, einem leider fiktiven Ort irgendwo in Connecticut und trinken Kaffee.
Zu Beginn möchte Rory gerne auf eine Privatschule wechseln, ihre Mutter kann das Schulgeld jedoch nicht bezahlen. So muss Lorelai ihre Eltern, mit denen sie kein gutes Verhältnis hat, um Geld bitten. Von nun an wollen ihre Eltern aktiv am Leben ihrer Tochter teilhaben und diese muss mit Rory immer freitags zum Essen kommen. Im Laufe der Zeit geht Rory nach Yale und die Staffeln werden schlechter. Insgesamt gibt es sieben Stück und die besten sind die zweite und dritte Staffel - da hat Rory mit Jess auch den besten Freund aller Staffeln und die Band (s.u.) gründet sich.
Der Cafebesitzer Luke Danes ist seit der ersten Folge in Lorelai verliebt und das einzig Gute am Ende der Staffel 7 ist, dass die beiden endlich zusammen kommen (Rory hingegen hat mit Logan den größten Schleimstiefel als Freund). So, das ganze klingt jetzt sehr nach Liebeleiensendung. Ist sie zum Teil natürlich auch, aber die Serie besticht vorallem auch durch die unfassbar kuriosen Stadtbewohner. Da wäre ein Dorfdepp, der für alles den Kopf herhalten muss und jede Folge einen neuen Job hat, ein ältlicher, pinkeliger Stadtrat, der bei wichtigen Dingen sofort eine Stadtversammlung einberuft, ein genervter Franzose, zwei Tratschtanten, eine davon mit einer Stimme wie Joe Cocker, die andere eine korpulente Ballettlehrerin, die seit ihrer Knieverletzung nicht mehr selbst tanzen kann und eine Band, bestehend aus Rorys bester Freundin Lane (streng erzogenes koreanisches Mädchen, das ihre Neigung zum Rock'n'Roll lange Zeit vor ihrer Mutter verstecken muss) und drei wirklich komischen Typen. Szenen mit der Band gehören zu meinen absoluten Lieblingsszenen! Wenn ich mir einen Ort auf der Welt aussuchen könnte, um dort zu leben, würde ich mir definitiv Stars Hollow aussuchen. Ich liebe die bescheuerten Stadtversammlungen, die auch mal morgens um 3 Uhr stattfinden, von denen alle total genervt sind und dennoch gerne hingehen und die ganzen Feste zu Weihnachten, Halloween, Frühling und Sommer. Da wird einfach alles gefeiert.
Die Dialoge sind echt zum Schießen und wenn Lorelai und Rory erstmal in einer Unterhaltung über Filme oder Musik drinstecken, hören die beiden nicht mehr so schnell auf zu reden. Laut Wikipedia hat eine Folge der Serie bis zu 80 Drehbuchseiten, während eine vergleichbare Serie nur bis zu 50 Seiten hat. Wahrscheinlich mag ich die Serie deswegen so gerne.. es wird so viel geredet :D Angeblich soll besonders Lorelai sehr schnell sprechen, was mir aber noch nicht aufgefallen ist. Ich durchforste gerne stundenlang irgendwelche Foren um seitenlang irgendwelche Dialoge und Sprüche zu lesen. Ein paar Highlights:


Lorelai sucht ihren Schlüssel und öffnet dann den Ofen.
Luke: Du hast deine Schlüssel im Ofen?
Lorelai: Gott nein, meine Socken.
Lorelai kommt aufgelöst in Lukes Laden:
Lorelai: "Patty glaubt, ich brauch einen Mann!"

Luke: "Ganz recht, einen mit 'ner Couch und Fachwissen über Freud."

Haha. So. Das war jetzt lang.. Aber was will man machen. Die Serie hat mich ewig begleitet und ich gucke sie noch immer total gerne. Momentan bin ich wieder bei Staffel 6, in der sich Lorelai den wuscheligsten Hund überhaupt kauft.. Eigentlich bin ich nicht so ein großer Fan von Hunden, aber Paul Anka ist super.In meiner perfekten kleinen Welt aus rosa Wattebäuschchen, in der Ross und Rachel ihr Leben lang zusammen bleiben, Xander und Anya glücklich zusammen sind und Charlie den ganzen Tag mit Hurley durch den Dschungel streift und Witzchen reißt, leben auch Rory und Jess und vorallem Lorelai mit Luke glücklich und zufrieden mit 100 Kindern und Kindeskindern. Ich mag meine Welt.
Bildquelle

Richard: "Ich habe gerade telefoniert. Ein Ferngespräch."
Lorelai: "Mit Gott?"
Richard: "London."
Lorelai: "Gott lebt in London?"
Richard (verdutzt) : "Meine Mutter lebt in London."
Lorelai: "Deine Mutter ist Gott?"
Richard: "Lorelai....."
Lorelai (zu Rory): "Also ist Gott wirklich eine Frau!"

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