Dienstag, Januar 25, 2011

Dinge die ich nie verstehen werde, Teil 3

Heute: Der Schöhnheitswahn

Der ein oder andere hat sicher mitbekommen, dass die Pornodarstellerin Carolin Wosnitza, besser bekannt als Sexy Cora, am 20.01. gestorben ist, nachdem es während ihrer sechsten Brustvergrößerung zu Komplikationen gekommen war. Zunächst lag Cora im Koma. Als ich dann gelesen habe, dass sie gestorben ist, war ich wirklich traurig. Letztes Jahr ist Cora ins Big Brother Haus gezogen (ja, ich gucke das gerne und freue mich schon auf den Mai). So wie sie sich dort gegeben hat, fand ich sie sehr sympathisch. Und als sie ein Techtelmechtel mit einem Mitbewohner anfing, fand ich das äußerst niedlich. Entgegen vieler Erwartungen war Cora nicht dumm, sondern ziemlich clever.
Es war ihre sechste Brustvergrößerung. Mit 23 Jahren. Körbchengröße G bei einer Körpergröße von 1,57 m und einem Gewicht von 47 Kilo. Da frage doch nicht nur ich mich, was das soll. Es scheint tatsächlich so, dass viele Schönheitschirurgen noch immer nicht genug Geld haben und so durch unnütze und überflüßige Operationen viel Geld verdienen wollen.
Ja, es gibt sicher Menschen die furchtbar unglücklich mit sich selbst sind und meinen, alle Probleme lösen sich in Luft auf, sobald der gute Onkel Doktor seine magischen Hände an den Körper anlegt. Es gibt sicher auch Fälle, die zeigen, dass es Menschen dadurch tatsächlich besser gehen kann.
Das berechtigt aber nicht Sendungen wie "Extrem schön" im Fernsehen zu zeigen, in denen Menschen am Fließband operiert werden. Hier wird suggeriert, Operationen im Bereich der Zähne, der Brust, des Bauches und des Hinterns könne man im stundentakt erledigen und nebenbei noch ein Eis essen. Hat der Patient psychische Probleme, werden sich diese sicherlich nicht von heute auf morgen lösen, nur weil er fortan in einem vollkommen modellierten Körper lebt. Aber das interessiert den Zuschauer doch nicht. Wie der Patient danach lebt, wird nicht gefilmt, also exisitert dieses Leben nicht. Stattdessen nehmen wir diese Sendung als Vorbild, uns selbst auch so schnell wie möglich unter das Messer zu legen.
Ein Radiosender in Berlin hat die Zeichen der Zeit erkannt und eine Aktion gestartet, die den passenden Titel "Brust raus, Bauch rein." trägt. Wer sich hier bewirbt, bekommt vom Sender eine Brustvergrößerung oder eine Fettabsaugung spendiert. Alles was man dafür tun muss, ist ein paar Fotos seiner Problemzonen hochzuladen und morgens das Radio anzuschalten um neben Stau- und Wettermeldungen seinen Namen zu hören. Psychische Probleme? Scheiß drauf. Steckt ein paar Schläuche oder Silikonkissen in den Körper eines Menschen und saugt neben dem Fett auch gleich das Gehirn mit raus.

1 Kommentar:

  1. Och, gegen eine Fettabsaugung hätte ich nichts einzuweden :D
    Nein, im ernst: ich finde diesen Wahn auch furchtbar und dass man heutzutage nur was wird, wenn man das nötige Aussehen mitbringt.

    Meine BA-Arbeit schreibe ich über Hans Henny Jahnn. Habe es mir heute absegnen lassen und der Dozent war zufrieden. Muss etwa 35 Seiten lang sein, und zwei Hausarbeiten stehen bei mir auch noch an.
    Wie läuft dein Studium?

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