Donnerstag, Januar 20, 2011

Wait Until Dark

I Cannot Negotiate In An Atmosphere Of Mistrust.
| Warte bis es dunkel ist von Terence Young, 1967
USA, Warner Bros. Pictures, 108 min.

Susy Hendrix (Audrey Hepburn) hat durch einen Autounfall ihr Augenlicht verloren. Seitdem versucht ihr Mann Sam (Efrem Zimbalist Jr.) ihr zu helfen, mit der Behinderung im Alltag umzugehen. Eines Tages bringt Sam von seinen Reisen eine Puppe mit, die schon bald die Aufmerksamkeit dreier Gauner auf sich lenkt. Diese locken Sam unter einem Vorwand aus dem Haus, um so an die Puppe zu kommen. Die Gauner denken, sie hätten mit Susy ein leichtes Spiel, da sie sich als blinde Frau nicht wehren kann. Dabei haben die drei Männer jedoch nicht mit Susys Intelligenz und ihrem Vorteil in absoluter Dunkelheit gerechnet.

Die Exposition zieht sich über gut 40 Minuten. Charaktere werden vorgestellt, die Gauner spinnen ihre Pläne und grinsen hämisch in die Kamera. Sobald der Zuschauer denkt, dass da nichts mehr kommen kann, bricht es über dem Zuschauer zusammen: Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen so spannenden Film gesehen habe. Ich fand Audrey Hepburn immer gut und wußte, dass sie mehr ist als eine Holly Golightly. Aber dass sie tatsächlich so überzeugend eine blinde Frau spielen kann, die sich gegen drei Gauner zur Wehr setzen muss, hat mich beeindruckt. Man meint, sie schaue tatsächlich durch die Männer durch und sehe sie nicht. Am liebsten möchte man ihr zubrüllen, dass sie mit ihrem Blindenstock mal ordentlich ausholen soll. Das Finale zehrt an den Nerven und ich stand kurz vor meinem ersten Herzinfarkt. In Zeiten von jeblutigerdestobesser könnte sich so manch ein Filmemacher etwas bei den alten Zeiten abschneiden. Ich bin eigentlich kein Freund von blöden Phrasen a la 'Früher war alles besser' (ach was rede ich.. natürlich bin ich das.), aber auf die Thriller trifft es teilweise einfach zu.
Außerdem bin ich ein großer Freund von Anekdötchen: Audrey Hepburn hat während des zweiten Weltkrieges in einem Lazarett Verletzte versorgt. Dort hat sie eben jenen Regisseur gepflegt, mit dem sie zwanzig Jahre später diesen Film drehen sollte. Verrückte kleine Welt.

Kommentare:

  1. Erstmal, sorry das ich gerstern ohne Abschied gegangen bin. Ich war plötzlich so müde und war im tranceartigen halbschlaf :)

    Das Konzept des Films klingt ja mal total spannend :D Durch dich merk ich wie wenig Filme ich eigentliche kenne... Die ganze cinematografische Welt zieht an meinem Kaff vorrüber und ich krieg nichts mit :(

    Liebe Grüße und mit einem lieben Knuff,
    Woifi

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  2. Hey,
    Ich klicke mich gerne durch die Blogsphäre und bin dadurch bei dir gelandet. Mir gefällt dein Blog wirklich gut und deshalb hinterlasse ich dir diese lieben Grüße.
    Ich verfolge dich jetzt auch.
    Bis bald :-)

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  3. Ich muss gestehen im Finale schon zuvor gemerkt zu haben, welches Licht die gute Frau vergessen hat zu zerstören. Aber das tut dem Spannungsgehalt, den Du hier zu Recht hervorhebst, keinen Abbruch! Ich mag beide Seiten des Films: die spannende zweite Hälfte und die charmante, mit Blick von heute etwas naive Vorstellung der Charaktere in der ersten Hälfte (sehr ausführlich und doch nie langweilig)!

    PS: Passt zwar nicht ganz, aber kennst Du schon "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" ???

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