Samstag, August 27, 2011

Lars and the Real Girl

See they're even fake so they'll never die. 

| Lars und die Frauen von Craig Gillespie, 2007
USA, MGM, 106 min.

Lars (Ryan Gosling) ist ein schüchterner und introvertierter junger Mann. Seine einzigen Bezugspersonen sind sein Bruder Gus (Paul Schneider) und dessen Frau Karin (Emily Mortimer). Beide fürchten, dass Lars vereinsamen könnte. Als er jedoch eines Abends unverhofft vor ihrer Tür steht und ihnen von seiner neuen Internetbekanntschaft Bianca erzählt, fassen Gus und Karin wieder Hoffnung. Diese zerschlägt sich jedoch sofort wieder, als sie erkennen, dass Bianca eine lebensechte Puppe ist.

Der einzig gute Einfall meines ehemaligen Deutsch-LK Lehrers war der, uns damals im Rahmen der E.T.A. Hoffmannschen Sandmann Einheit (wegen Olympia, Wahrnehmung, Puppen und so) eben diesen Film zu zeigen. 
Lars ist ein Mensch mit einer ausgeprägten Furcht vor sozialen Kontakten. Als er schließlich eine lebensgroße Sexpuppe "kennenlernt", befürchtet sein Bruder das Schlimmste und möchte ihn am liebsten direkt in eine Psychiatrische Einrichtung einweisen lassen. Die Hausärztin der Brüder erklärt Gus schließlich, dass Lars Wahrnehmung anders ist und fordert ihn auf das Spiel mitzuspielen und Lars Zeit zu geben. Tatsächlich wird Bianca von Lars niemals als Sexpuppe wahrgenommen. Ihr eigentlicher Sinn erschließt sich ihm vermutlich nicht einmal. Er schiebt sie in einem Rollstuhl durch die Gegend und erzählt ihr von seiner Kindheit. Durch sie fängt er langsam an aufzublühen.
Das wirklich Schönste an dem Film ist, dass nach einiger Zeit jeder Bewohner der Kleinstadt Bianca aktzeptiert und sie tatsächlich eingebunden wird. Wie eine der Bewohnerinnen anmerkt, hat jeder Einzelne irgendeinen Knacks und so sollte man auch mit den Knacksen (Knäcksen? :D) anderer Menschen klar kommen.
Der Film macht es sich hier und da vielleicht etwas leicht, aber das ändert nichts daran, dass er ein sehr gutes Gefühl hinterlässt. Und was gibt es an einem tristen Abend besseres? Außerdem ist der Soundtrack klasse. Die Menümusik läuft nun schon eine ganze Weile ohne dass sie nervt, haha.

Die DVD habe ich übrigens für einem 10€ Gutschein vom ofdb-Shop bekommen. Gewonnen durch die großartige dös-Aktion. Und wenn ihr alle mitmacht, gewinnt ihr vielleicht auch was :D Juhu!

Kommentare:

  1. Schön, daß du was passendes gefunden hast. Ok, ich weiß nicht, in wie weit es meinen Eindruck prägt, daß du (allein?) einen Film über Sexpuppen anschaust, aber.. xD
    Ne, ist mir auch schon passiert. Ob das ein neues Subgenre wird? :D

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  2. Uh, der klingt wirklich nicht schlecht. :0
    Um nicht zu sagen, dass ich den jetzt wirklich gern sehen würde. XD
    Sehr schöner Post. : )

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  3. falls du den blog noch nicht kennen solltest, lege ich dir wääärmstens 100jahreheiterkeit.blogspot.com ans herz. ihr habt schon mal einen ähnlichen filmgeschmack. :)

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  4. Hahaha, jetzt habe ich gerade den Kommentar da oben gelesen. Danke, Anonym! :D Ja, wir haben einen ähnlichen Filmgeschmack (ich liiiiebe The Machinist! Zum Beispiel) und deswegen muss ich deine restlichen Empfehlungen jetzt auch noch angucken. Vielleicht verlager ich das Projekt auf meherere Tage, aber sonst.. Danke jedenfalls fürs Vorbeischauen^^
    Liebe Grüße!

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  5. Hamburg = le meilleur

    Ich vermiss die Stadt jetzt schon, weil ich ab Herbst höchstwahrscheinlich nach Potsdam oder Berlin ziehe (geplant: Studium an der Uni Potsdam). Von Hamburg trenn ich mich, weil ich mal was anderes sehen will.

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  6. Den Film mag ich auch sehr und ich finde es gut gelungen, dass man zum einen über die seltsamen Situationen lachen muss, das alles aber auch bedrückend findet. Gerade dieses Zwischenspiel schaffen irgendwie nicht viele...

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