Sonntag, Oktober 23, 2011

Heavenly Creatures

Warum nur sind die Menschen solche Narren? 

|Heavenly Creatures von Peter Jackson, 1994.
Neuseeland, WingNut Films, 99 min.

Mitte der 50er. Die Teenager Pauline Parker (Melanie Lynskey) und Juliet Hulme (Kate Winslet) sind Außenseiter. Was die beiden verbindet ist eine intensive Freundschaft und ihre eigene kleine Traumwelt, in der sie sich vorm Rest der Welt abschotten. Schon bald werden die Mädchen der Homosexualität bezichtigt. Infolgedessen wollen ihre Eltern die Freundinnen trennen. Juliet soll nach Südafrika; obwohl Pauline unbedingt mitkommen möchte, erlauben ihre Eltern dies nicht. In Pauline entsteht ein starker Hass gegen ihre Mutter. Die Mädchen sehen nur noch eine Lösung: Paulines Mutter zu töten.

Schon am Anfang des Film steht die Katastrophe fest. Zwei blutüberströmte Mädchen rennen verstört durch die Neuseeländische Landschaft. Selbst der Zuschauer, der den originalen Parker-Hulme-Fall, auf dem der Film basiert, nicht kennt, erkennt schon zu Beginn die Tragweite der folgenden Handlung. 
Zum ersten Mal gehört habe ich von dem Film, als ich 2003 ein Filmbegleitbuch zu den Gefährten gelesen habe, in dem selbstredent auch ein Special zu Regisseur Peter Jackson zu finden war. Dort war die Rede von einem psychologischem Thriller und Blut und Mord. Fand ich total interessant, ist im Laufe der Zeit allerdings irgendwie in Vergessenheit geraten. Ich weiß nicht wieso mich Filme, die auf wahren Begebenheiten basieren, so faszinieren.
Es ist der erste Film mit Kate Winslet. Und das ist deswegen so erstaunlich, weil das nicht auffällt. Sie spielt hervorragend und es verwundert nicht, dass sie mittlerweile zu den besten Schauspielerinnen dieser Zeit gehört. Ebenfalls großartig ist Melanie Lynskey. Ich habe wirklich lange überlegt, woher ich dieses Gesicht kenne - es ist Rose aus TAAHM. Pummelig und mit dem finstersten Gesichtsaussdruck den man sich vorstellen kann. Scheint, als sei Lynskey für Psychorollen einfach geboren :D
Der Film ist nichts für einen netten Filmabend mit Freunden. Er ist eher was zum alleine gucken und darüber sinnieren, inwieweit Traumwelten eigentlich von Vorteil sein sollen/können. Oder eben auch nicht.

Kommentare:

  1. Sí, ich kenn Glen Hansard bzw. The Frames bzw. Once :D Finde den Film und vor allem die Musik auch grandios :) Ich hab auf meinem Blog auch irgendwann eine Filmreview dazu geschrieben.. :)
    Trotzdem danke ^.^

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  2. Wenn ich jetzt wüßte, wo ich die US-DVD verstaut habe, die ich mir vor Jahren mal bestellt habe, dann würde ich diesen Text jetzt zum Anlaß nehmen, den Film endlich mal anzusehen. Den Übergang zwischen dem zweifelsfrei in meiner Generation eingeschlagenen Braindead, nachdem erstaunlich viel Ruhe herrschte, bis hin zu The Frighteners, den ich dann zufällig nebenbei entdeckte, habe ich irgendwie verpeilt damals. Das Thema klingt aber interessanter als Herr der Ringe.^^

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  3. Ich habe noch nie etwas von dem Film gehört bzw. mitbekommen. Klingt aber wirklich interessant, kommt deshalb auf die "will ich noch anschauen"-Liste. :)
    Danke für den Tipp!

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  4. Ich mochte den Film auch total! Hab mir extra die VHS beim Amazon-Marketplace besorgt, weil die DVD leider total geschnitten ist. Die rausgeschnittenen Szenen liegen zwar als "Bonusmaterial" bei, aber das ist natürlich trotzdem völliger Quatsch.

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