Samstag, Juni 02, 2012

Midnight In Paris

Gil: You can fool me, but you cannot fool Ernest Hemingway! 



| Midnight In Paris von Woody Allen, 2011.
Gravier Productions, USA, 94 min.

Der erfolgreiche Drehbuch Autor Gil Pender (Owen Wilson) begeistert sich sehr für die 20er Jahre. Er ist gemeinsam mit seiner Verlobten Inez (Rachel McAdams) und deren Eltern in Paris. Gil arbeitet währenddessen an seinem ersten Roman, um zu zeigen dass er auch hochwertige Literatur verfassen kann. Eines Tages trifft das Paar auf ehemalige Freunde von Inez. Gil ist von dem besserwisserischem Paul nicht sonderlich angetan. Eines Nachts entschließt sich Gil deswegen, einen anderen Weg zum Hotel einzuschlagen als der Rest der Gruppe. So spaziert er durch Paris und verirrt sich schließlich. Als er sich um Mitternacht auf einer Treppe niederlässt, taucht alsbald ein altmodisches Auto auf. Ein Mensch steigt aus und ruft Gil zu sich. Er steigt schließlich ins Auto und wird daraufhin zurück in die 1920er Jahre versetzt.

Irgendjemand schrieb mal, Woody Allen hätte sich in den letzten Jahren zu einem perfekten Europa-Reisebericht-Tourismus-Regisseur entwickelt. Tatsächlich beginnt der Film bereits mit einer langen Aneinanderreihung von wunderschönen Aufnahmen der Stadt Paris. Gemischt mit der typischen Musik, entwickelt vermutlich jeder das Bedürfnis, sofort diese Stadt besuchen zu müssen.
Wer sich einigermaßen in der Autoren- bzw. Künstlerszene der "Lost Generation" der 20er Jahre auskennt, wird seine helle Freude an dem Film haben. Scott und Zelda Fitzgerald, Hemingway, Getrude Stein und Picasso sind dabei nur einige Namen, die Gil während seiner Reise zurück in der Zeit trifft. Es macht Spaß, zuzusehen, wie einzelne Werke der Autoren in die Handlung eingebaut werden.
Besonders überraschend war auch, dass Owen Wilson tatsächlich in der Lage ist, "ernste" Rollen wirklich gut zu spielen. Wenn ich an Wilson denke, fallen mir vorallem Filme wie Die Hochzeits-Crasher oder die Fockers-Reihe ein.
So. Und ich möchte jetzt bitte sofort nach Paris. Und sollte ich es eines Tages schaffen, werde ich auf jeden Fall um Mitternacht auf der Steintreppe sitzen. Wehe, da kommt kein Hemingway und holt mich ab ;)

Kommentare:

  1. "Midnight in Paris" ist ein absolut wundervoller Film. Ich liebe Paris, ich liebe Literatur, daher war er ein Traum. Könnte auf die Liste meiner Lieblingsfilme kommen, wenn er mich bei mehrmaligem Anschauen nicht irgendwann langweilt.
    (^__^)

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  2. Ich liebe diesen Film so. Woody Allen ist sowieso super, ich freu mich schon auf den nächsten Film mit Ellen Page und Jesse Eisenberg in Rom. :)

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  3. Ein starker, ernsterer Owen Wilson ist auch in „The Darjeeling Limited“ zu sehen.
    Hey Judith, ich habe gerade bemerkt, dass du vor einem Jahr auf meiner Seite geschrieben hast, dass du dir „Dogtooth“ gekauft hast: http://wieistderfilm.de/dogtooth/
    Wie fandest du ihn denn nun? :-P

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