Mittwoch, Juni 04, 2014

The Lego Movie

Unikitty: Here in Cloud Cuckoo Land, there are no rules: There's no government, no baby sitters, no bedtimes, no frowny faces, no bushy mustaches, and no negativity of any kind. 
Lucy: You just said the word "no" like a thousand times. 
Unikitty: And there's also no consistency. 



© Fox

| The Lego Movie von Phil Lord [u.a.], 2014.
USA, AUS, Fox Studios, 100 min.

Emmet ist eine prinzipientreue kleine Legofigur, die jeden Tag auf dem Bau arbeitet. Er führt ein durchschnittliches Leben und wird von niemandem groß beachtet. Eines Tages trifft er auf Wyldstyle. Kurz nach ihrem Treffen fällt er in einen Graben und wird so mit dem Stein des Widerstands verbunden der dort verborgen lag. Laut der Prophezeihung ist Emmet nun der Einzige, der die Welt retten kann. Der böse Lord Business hat nämlich schon einen Plan geschmiedet um die Welt endgültig zu zerstören. Nun müssen Emmet, Wyldstyle und andere alte Bekannte alles geben, um diesen Plan zu verhindern.

Nach Gucken dieses Filmes stellt sich mir vor allem eine Frage: Warum wird / wurde um Himmels willen nicht viel mehr über diesen Film gesprochen? Er besticht durch eine hervorragende Story, gute 3D-Effekte, tolle weil unterschiedliche Charaktere, eine kleine aber feine Gesellschaftskritik und einen fantastischen Soundtrack (Andy Samberg lässt grüßen). 

Wer meint, er habe es mit einem Kinderfilm zu tun, hat sicherlich nur zu einem drittel recht. Als ich diesen Film im Kino genoss, saßen zwei etwa fünfjährige Kinder neben mir. Sie stopften sich unaufhaltsam mit Popcorn voll, hatten schon in der Werbung ihre 3D-Brillen auf und ließen ihre Beine baumeln - und lachten über komplett andere Sachen als die erwachsenen Anwesenden. Besonders gut lässt sich das an der Star Wars Szene verdeutlichen. Han Solo und Chewie fliegen in ihrem Raumschiff vorbei und reden einen kurzen Satz. Die Jungs neben mir feiern diese - wirklich - nicht lustige Szene ab und freuen sich, dass Star Wars im Lego Film vorkommt. Einfach, weil sie die Referenz erkennen und gerade vermutlich, wie viele Jungs in ihrem Alter, in ihrer Star Wars Phase stecken. Ganz andere Szenen, in denen meine Begleitung und ich auf dem Boden lagen vor lachen, quittierten die Jungs nicht mal mit einem kleinen Grinsen. Ich würde von mir selbst behaupten, dass ich einen recht einfach gestrickten Humor habe, und doch ist der Film nicht zu einfach gestrickt. Er macht einfach Spaß und ergibt zum Ende hin sogar verblüffend viel Sinn. Erwähnte ich bereits die Gesellschaftskritik? Nach den ersten zehn Minuten war ich zutiefst verwundert ob eben dieser. Viele Szenen sind für Kinder vermutlich nicht direkt nachvollziehbar. Wenn besagte Jungs in zwölf Jahren aus Nostalgie noch einmal den Lego Film angucken, werden sie sicher wahnsinnig verwundert sein über die vielen Seitenhiebe aufs erwachsen werden und die Uniformität in der Gesellschaft, die sie damals im Kino nicht verstanden haben und ihre Sitznachbarn in der Folge immer nur fragend ansahen, wenn die mal wieder laut auflachten.

Allem Konformismus zum Trotz möchten Legofiguren in ihrem kleinen Universum doch nur eines: Bausteine so zusammenstecken wie sie es möchten. Kreativität soll nicht unterbunden, sondern gefördert werden. Dafür lohnt es sich auch mal zu kämpfen.

Everything is awesome.

Kommentare:

  1. Meine Lieblingsszene ist die, in der Batman seinen Song aufdreht :D
    "DARKNESS! No parents!"
    Ja ja, in der Tat ein sehr sehenswerter und mit viel Liebe gemachter Film.

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  2. Oh, you schreibst doch wieder. Schön. Ich habe den Mäckes Batman 3D Wackelbildbecher zum Film von einer netten Bedienung geschonken gekrochen und deshalb werde ich den wohl irgendwann sehen müssen. Grad hab ich die ALF Weihnachtsfolge der ersten Staffel angesehen. Aber ob die 5-jährigen in 12 Jahren überhaupt noch wissen, daß es diesen Film gab?

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