Mittwoch, Oktober 09, 2013

Ein Ring sie zu knechten

Aus irgendeinem verrückten Grund gibt es ja tatsächlich noch Menschen, die meinen Blog verfolgen und etwas lesen wollen, obwohl ich seit gefühlten drölf Milliarden Jahren nichts mehr geschrieben habe - und das obwohl ich noch ca. fünf Postentwürfe habe.

Vor einiger Zeit stieß ich auf den Blog einer jungen Nerddame die eine Actionfigur von Son Goku ergattern konnte. Wie hervorragend ist bitte eine Son Goku Actionfigur? Ich erzählte von meinen Aragorn und Legolas Actionfiguren und wurde vor unzähligen Monaten aufgefordert, von eben diesen ein Foto zu machen. Heute ist es endlich so weit. Euer Leben hat wieder einen Sinn.
Mein ganzer Stolz:


Sind sie nicht entzückend? Und als nächstes kommt dann vielleicht auch wieder was sinnvolles. Aber ich kann nichts versprechen. Ich war schon immer eher für sinnfreie Posts.

Mittwoch, August 07, 2013

Reinhard.

Ein hässliches Video mit hässlichen Bildern. Dafür ein Lied, das mich fängt wie sonst selten ein Lied.
Reinhard Mey - Liebe ist alles

Montag, Juni 03, 2013

Film, Film, Film.

Der Weltraumaffe hat mich beworfen. Und nun da ich endlich mit den Weisheiten des Jean-Jacques Rousseau abgeschlossen habe und morgen im Rahmen eines Seminars den zweiten Teil seines Machtwerks "Emile" präsentieren werde und ich dafür noch ein Schauspiel bzw. Gespräch zwischen Rousseau und Kristina Schröder schreiben möchte, muss ich mich zwischendurch mal ablenken. Bestes Mittel also: Diese Fragen die sich um unser aller Lieblingsthema - Film, drehen.

·  Was ist dein Lieblingsfilm?
Ich finde die Frage tatsächlich immer noch nicht sonderlich einfach und stammel mir meist einen ab, wenn ich nach meinem Lieblingsfilm gefragt werden. So variiert die Antwort dann auch immer wieder von Mal zu Mal, da ich mich einfach nicht festlegen möchte. Jetzt gerade ist es wohl The Big Lebowski. Weil der Dude und so.

·  Wieso ist das dein Lieblingsfilm?
Wie schon oben im Abschlusssatz erwähnt: Der Dude aka. El Duderino, Duda oder auch Eure Dudeheit. Jeff Bridges in einer seiner besten Rollen. Immer gegenwärtig der White Russian und doch wird keiner ausgetrunken. Steve Buscemi als Donnie, dessen Fachgebiet laut Walter einfach gar nichts ist und letztlich die große Hauptrolle: Bowling. Ein überragender Film der überragenden Coen-Brüder.

·  Was war(en) deine Lieblingsfilm(e) als Kind?
Mein erster richtiger Lieblingsspielfilm war Titanic und meine erste große Liebe Leonardo DiCaprio. Zum ersten Mal auf VHS gesehen, die mein großer Bruder bei seinem besten Freund auslieh. Das war der Anfang einer großen und ewigen Liebe.
Ansonsten Klassiker wie My Girl, Ronja Räubertochter, Michel und natürlich sämtliche Disney Filme. Angefangen bei König der Löwen, bis hin zu Aristocats, Pocahontas und Anastasia (jaja, kein Disney).

·  Wer ist dein(e) Lieblingsregisseur(in)?
Alfred Hitchcock.

·  Wieso ist das dein(e) Lieblingsregisseur(in)?
So ein großartiger Mann, der so viele großartige Filme gemacht hat. Hitchcock machte Dinge, die vor ihm keiner tat, einfach weil man sich nicht getraut hätte. Leider musste auch er sich teilweise den Studios unterordnen (Bsp. Verdacht bzw. die Rolle des Protagonisten Cary Grant) und doch hat er DAS Stilmittel überhaupt erfunden: Suspense.
Ein kleiner Tipp am Rande: Wer bisher noch nicht das stundenlange Interview von Francois Truffaut und Alfred Hitchcock, veröffentlicht unter dem Namen „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“, gelesen hat, dem rate ich, das dringenst nachzuholen. Ich habe selten so viel über Film gelernt, wie in diesem Buch.

·  Hattest du schon vorher eine(n) Lieblingsregisseur(in)?
Mit 12 oder 13 war ich riesiger Fan von Quentin Tarantino.

·  Warum ist das nicht mehr dein(e) Lieblingsregisseur(in)?
Ich mag Tarantino Filme noch immer oft grundsätzlich trotzdem, auch wenn er mittlerweile nicht mehr mein „Regiegott“ ist. Filme wie Reservoir Dogs und Pulp Fiction sind auch bleiben einfach großartig. Leider wiederholt er sich immer so wahnsinnig oft und klaut von jedem Film der je gemacht wurde („I steal from every single movie ever made.“). Macht irgendwie Sinn, hat ihn aber von meinem imaginären Thron gestoßen. Da sitzen nun eben Menschen wie Hitchie und die Coen-Brüder.

·  Wer ist dein(e) Lieblingsschauspieler(in)?
Das schwangt auch immer so zwischen 5-6 Menschen. Filme mit Jeff Bridges, Steve Buscemi, Cary Grant, Christian Bale und Ryan Gosling gucke ich mir einfach immer grundsätzlich an, weil ich die Schauspieler so klasse finde. Vor allem Steve Buscemi. So ein guter Typ.

·  Wer oder was ist deine liebste Filmfigur?
Boah, schwere Frage. Das kann ich gar nicht so pauschal sagen.. Hätte man mir die Frage mit 11 gestellt, hätte ich auf jeden Fall Rhett Butler gesagt. So einen Mann hätte doch jeder gerne :D
Jetzt gerade vielleicht Samweis Gamdschie. Einfach weil ohne ihn noch immer ganz Mittelerde unter der Herrschaft von Sauron stände. Sam 4 life.

·  Auf welche(n) kommende(n) Filme freust du dich am meisten?
Seit ich sämtliche meiner Filmzeitschrift-Abonnements gekündigt habe und mein Lieblingsforum geschlossen wurde (rip dvdb), habe ich gar nicht mehr so viel Überblick über Neuerscheinungen. Ich freue mich auf jeden Fall auf den neuen Superman Film. Ich als Fan der alten Klassiker mit Christopher Reeve bin gespannt, was da so passiert.

·  Wenn du das Geld und/oder die Möglichkeiten hättest, über was oder wen würdest du einen Film drehen oder was möchtest du generell mal verfilmt sehen?
Mein damaliger bester Filmkumpel und ich hatten während unserer Abizeit die überragende Idee, einen Film Noir zu drehen. Die erste Szene hatten wir auch schon genau in unseren Köpfen: Ein mittelalter Herr mit Trenchcoat und Hut sitzt in einer Bar am Tresen und trinkt einen Whiskey. – Klingt erstmal nicht besonders, aber wir hatten viele tolle Ideen. Für den Fall, dass wir die Ideen doch noch eines Tages umsetzen werden, werde ich an dieser Stelle abbrechen. Nicht, dass sonst noch jemand unseren Film klaut (Tarantinos Ohren sind überall).


Ich habe absolut den Überblick verloren, wer das gute Stück noch nicht hatte. Möge es sich jeder schnappen, der Spaß daran hat!


Post Scriptum: Noch immer haben wir die Möglichkeit, ein Leben zu retten. Wer es noch nicht getan hat, unterschreibe bitte die Petition für Billy Van Poyck. Ein Mann, der noch immer in der Todeszelle sitzt für einen Mord den er nicht begangen hat.

Samstag, Mai 25, 2013

Dinge die ich nie verstehen werde, Teil 10

Heute: Die Todesstrafe

William, Billy, Van Poyck wird am 12.06.2013 um 18 Uhr vom Staate Florida hingerichtet. Für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat.
Seit die Todesstrafe im Jahr 1976 in den USA wieder eingeführt wurde, kam es zu 1332 Hinrichtungen. Mindestens 142 Menschen unter ihnen waren nicht schuldig. 

1988 wurde Billy zur Todesstrafe verurteilt. Billy und sein Mittäter Frank Valdes unternahmen den Versuch, einen Gefangenen aus einem Gefangenentransport zu befreien. Dabei wurde ein Officer von Valdes getötet. Die beiden wurden unter der Felony murder rule zum Death Row verurteilt. Sobald bei einem Kapitalverbrechen ein Mensch getötet wird, sind alle Beteiligten des Verbrechens automatisch des Mordes schuldig. Selbst dann, wenn nur einer der Beteiligten einen anderen Menschen tötet und dies unter Umständen vielleicht sogar aus Notwehr geschieht. 

In Bills Fall wurde er während seiner Trials nie tatsächlich für das Verbrechen überführt. Und doch soll er am 12. Juni für eben dieses sein Leben verlieren. Jemand erzählte der Jury, dass er der Schütze gewesen sei. Diese glaubte der Aussage und verurteile Bill dadurch zum Tode. Dass dies mittlerweile als falsch angesehen wird und Bills Unschuld im Zusammenhang mit dem Tod des Officers eindeutig nachgewiesen wurde, hinderte Floridas Governor Rick Scott nicht, am 3. Mai diesen Jahres, die endgültige Todes Berechtigung (death warrant) zu unterzeichnen und so dem Leben Billys ein Ende zu setzen. Sein Kumpane Frank Valdes wurde übrigens bereits 1999 von den guards im Florida State Prison zu Tode geprügelt.

Schon lange habe ich einen Brieffreund in einer der Death Row Zellen der Polunsky Unit in Texas. Texas ist der Staat mit den strengsten und engstirnigsten Gefängnisauflagen und -regeln. Die Inhaftierten verbringen 22 Stunden des Tages in ihrer 4qm Zelle ohne jeglichen Kontakt zu Mitgefangenen.
Seit 17 Jahren sitzt mein Brieffreund im Knast, weil er aus Notwehr einen Menschen getötet hat. Seit 17 Jahren wartet er nun auf seinen endgültigen death warrant. 

Wie fast 90% aller Insassen ist auch er schwarz, kommt aus dem Ghetto und kann sich keinen richtigen und kompetenten Rechtsbeistand leisten. Die hiesigen Pflichtverteidiger sind vom Staat gestellt, oft faul und haben kaum bis gar keine Lust, sich in einen Fall hineinzuarbeiten um ihre Mandanten richtig beraten und vertreten zu können. In den seltensten Fällen wird das Urteil revidiert und von death row zu lebenslänglich geändert. 
Tatsächlich ist es für den Staat sogar günstiger, alle seine Gefangenen lebenslänglich im Gefängnis verschimmeln zu lassen, als sie nach vielleicht 30 Jahren einmal umzubringen. Die vielen Verfahren und Menschen die dafür angestellt werden, verschlingen wahnsinnig viel Geld.
Wem ist damit geholfen, einen Menschen umzubringen, weil er einen anderen Menschen umgebracht hat? Aus diesem Umstand resultiert eine ewige und unendliche Gewalt- und Leidenskette. Manch ein Angehöriger des Opfers wünscht sich "Gerechtigkeit". Sie haben einen Menschen verloren und wollen den leiden und bluten sehen, der dafür verantwortlich ist.
Ja, die Angehörigen des getöteten Opfers sind traurig, dass ihr Freund oder Sohn getötet wurde. 
Ja, die Angehörigen des getöteten Insassen sind traurig, dass ihr Freund oder Sohn getötet wurde.
Wie will man diesen Angehörigen nun die "Gerechtigkeit" bringen? Den Henker töten? Immerhin ist er es, der dafür verantwortlich ist, dass sie einen geliebten Menschen verloren haben. 
Aber Verzeihung! Für diese Menschen hat es keine "Gerechtigkeit" zu geben.

Warum wächst überhaupt in so vielen Menschen der Wunsch, einen anderen Menschen tot sehen zu wollen? "Auge um Auge". Erhalten sie dadurch ihr Auge wieder zurück?
Ist es nicht viel besser, Menschen auf ewig hinter Gitter zu sperren, statt sie eines Tages von ihrem Leid zu "erlösen" und zu töten? Natürlich muss ein solches Urteil dann auch rigeros eingehalten und durchgeführt werden. Eine Entlassung nach 5 Jahren wegen guter Führung ist nicht zweckdienlich. Genauso nicht zweckdienlich ist die Todesstrafe. 
Befürworter heben den "Abschreckungsfaktor" hervor. Nein. Dieser Faktor existiert nicht. Staaten, in denen die Todesstrafe abgeschafft wurde, haben teils eine niedrigere Mordrate als zuvor (Beispiel Kanada). Abschreckung bedeutet nichts anderes, als die Verbrechen anderer vorzubeugen. Ein Mensch sollte für seine eigenen Verbrechen belangt werden. Nicht für die, die andere Menschen vielleicht unter Umständen begehen könnten.
Und was ist das überhaupt für ein Ursache-Wirkung-Prinzip? Die Verbrecher sehen: 'Oh. Es ist unter gewissen Umständen in Ordnung, Menschen zu töten. Dann kann ich das ja auch machen.' Doch wer sieht sich überhaupt in der Lage, diese "gewissen Umstände" definieren zu können? Wieso darf der Staat Menschen töten und der Bürger darf es nicht?

Ich möchte an dieser Stelle nicht die Verbrechen verschweigen oder kleinreden, die viele der Verurteilten zweifelsohne begangen haben. Ein Verbrechen gehört immer bestraft. Nur Mord mit Mord zu bekämpfen macht einfach keinen Sinn.

Man kann nicht nur nichts machen und stillschweigend aktzeptieren, dass ein unschuldiger Mensch ermordet wird. Man kann helfen. Es gibt eine Petition für William Van Poyck. Ein kleiner Versuch, sein Leben zu retten.

Das Todesurteil ist menschenunwürdig und gehört abgeschafft. 

Für weitere Informationen:
Billys Blog (bestehend aus den Briefen an seine Schwester)

Dienstag, Mai 21, 2013

(500) Days of Summer

Summer: There's no such thing as love, it's fantasy.

© Fox
 
| (500) Days of Summer von Marc Webb, 2009.
USA, Fox Searchlight Pictures, 95 Minuten.

Tom (Joseph Gordon-Levitt) arbeitet als Grußkartendesigner. Eines Tages trifft er auf die neue Assistentin seines Chefs. Summer (Zooey Deschanel). Tom, von der Liebe überzeugt und schon immer auf der Suche nach der Einen, erkennt in Summer eben diese. Seine eine spezielle Frau. Summer hingegen glaubt nicht an die wahre Liebe und möchte mit Männern nur befreundet sein. 
So entwickelt sich eine ungleiche Beziehung, in der nicht jeder immer das bekommt was er braucht.

Es gibt sie tatsächlich. Diese Filme, die in verschiedenen Lebenssituationen einen jeweils unterschiedlichen Eindruck hinterlassen. Bei keinem Film ist mir dies bisher so bewusst geworden, wie bei (500) Days of Summer
Beim ersten Mal schauen war ich genervt von Summer und ihrer grauenhaften Einstellung. Dass Beziehungen nicht funktionieren; dass es besser ist, "Freunde" zu sein; man das was man zu zweit hat nicht mit "Labels" versehen sollte. Für mich war Summer eine Bitch, die sich dem armen kleinen Bengel aus 1000 Dinge die ich an dir hasse gegenüber grauenhaft verhält und dieser sie keineswegs verdient.

Lange stand der Film daraufhin im Schrank. Jahre später schließlich doch noch einmal ausgepackt und siehe da: Ein nerviger kleiner Bengel, der einer Frau hinterher jagt, die offen sagt, dass sie keine Beziehung will. Aber sich dann am Ende beschweren, dass es nicht funktioniert hat. Aha. Achso. Plötzlich macht Summers Verhalten Sinn. Sie ist wohl doch keine Bitch, sondern hat ganz einfach das Geheimnis des Lebens entschlüsselt. Dass keine Beziehung für immer hält; dass es wohl tatsächlich besser ist, einfach nur "Freunde" zu sein. Und Tom ist der Idiot, der es dennoch versucht. Selbst Schuld.

Plötzlich ist sämtliche märchenhafte Vorstellung von Liebe und Beziehung dahin. Was bleibt ist ein depressiver Film mit großartigem Soundtrack. Man wird wohl doch älter.

Freitag, März 29, 2013

Dinge die ich nie verstehen werde, Teil 7

Aus gegebenem Anlaß an dieser Stelle mein Beitrag zum Karfreitag und dessen Tanzverbot aus dem letzten Jahr. Hat ja nichts an seiner Aktualität verloren.
Heute: Das Tanzverbot

Jedes Jahr die gleiche Schose: es ist das Karwochenende und die Regierung möchte die Menschen nicht tanzen sehen und verbietet deswegen öffentliche Tanzveranstaltungen.

Das folgende wird geschrieben unter der Voraussetzung, dass Jesus Christus am gestrigen Tag vor 2012 Jahren gestorben ist und das Evangelium, so wie es in der Bibel steht, die Wahrheit darüber erzählt wie und warum es geschah.

An Karfreitag sollst du trauern. Freude wird nicht gerne gesehen. Die logische Konsequenz dessen ist also, ein Tanzverbot auszusprechen. 
In einer Diskussion sagte man mir, dass das Verbot ja eeeigentlich vielleicht eher für den Alkoholkonsum gelte. Schließt man Discotheken, betrinken sich weniger Menschen und hauen wenigstens nicht an dem Tag an dem sich Jesus für gerade diese Menschen opferte, sinnlos auf den Putz. Da stellt sich natürlich die Frage, warum Bars und Kneipen nicht geschlossen werden. Und die wahren Feierwütigen brauchen auch keine Disothek um sich zu betrinken. Dafür braucht es nur den billigen Wodka von der Tanke und irgendein Plätzchen. Ist tatsächlich irgendjemand der Meinung, der Karfreitag halte die Menschen davon ab, sich sinnlos zu betrinken?
Wieso denkt man: Jesus ist tot. Ich bin traurig und verstecke mich im Schrank. Anstatt sich zu sagen: Jesus ist gestorben, weil er es wollte. Weil er nur dafür auf die Welt gekommen ist. Um allen Menschen ein Leben ohne Sünde zu gewährleisten. Klingt doof, aber ja: Jesus ist gerne für die Menschen gestorben. Er hat seine Wunder vollbracht - es wäre sicher ein leichtes gewesen, vom Kreuz hinabzusteigen und allen in den Hintern zu treten. Aber er hat es nicht getan. Statt dass man sich daran erfreut und sich denkt: Geil, Jesus ist für mich gestorben! Ich will tanzen und mich freuen! sitzen sie in ihren Kämmerchen. 
Stattdessen verbietet man es. Man verbietet auch Tanzdemos. Man verbietet Tanzdemos im 21. Jahrhundert. Die DDR gibt es nicht mehr, aber kommt. Wir verbieten Demonstrationen.
Das ist so eine dämliche Doppelmoral. Livemusik ist nämlich erlaubt.
Kein Schwein kann den genauen Karfreitag datieren. Genau wie keiner Weihnachten genau datieren kann. Diesen ganzen Symbolismus kann ich nicht nachvollziehen. 'Du darfst heute kein Fleisch essen! Weil es ist böse und das machen wir nicht, weil es ist ein Symbol für irgendetwas!' Wenn Menschen aus Überzeugung auf irgendetwas freiwillig verzichten, sei es Fleisch oder Alkohol oder das Tanzen, dann sage ich: sau geil! Das finde ich wirklich gut. Aber es nur zu machen, weil es vorgeschrieben wird, da frage ich mich nur: warum?
Deswegen finde ich auch den ganzen Katholizismus so beschränkt. Du hast deinen Mann betrogen, 500€ geklaut oder dir illegal Filme runtergeladen? Bete 15 Ave Maria und spiele mit deinem Rosenkranz, DANN bist du erlöst und Jesus liebt dich wieder. In der Oberstufe hat mein Relilehrer (und Pfarrer!) mir beigebracht, dass man nichts machen muss um von Jesus geliebt zu werden. Und ich glaube nicht, dass er etwas dagegen hat, wenn ich an Karfreitag tanze.
Den größten Vogel schießt aber - wie so oft - Die Welt ab: 

Zunächst einmal ist es verlogen, dass die Jux-Säkularisten zwar die Annehmlichkeiten der Arbeitsbefreiung am christlichen Feiertag in Anspruch nehmen, aber dessen religiösen Gehalt aktiv bekämpfen wollen.
Ähm. Ok. Hm. Ich arbeite über die christlichen Feiertage. Also darf ich dann auch tanzen?

Es würde die Gottlosigkeit deutlich attraktiver machen, wenn Atheisten wenigstens an einem Tag im Jahr zu jener kollektiven Trauer fähig wären, der sich Christen in der Karwoche unterziehen.
Schön gesagt. Werdet endlich attraktiver, liebe Gottlosen! Trauert kollektiv mit, auch wenn es euch überhaupt nicht juckt. Trauert, um dem Durchschnittsdeutschen zu zeigen, wie attraktiv die Gottlosigkeit wirklich ist. Großes Kino.

Ich hatte gestern einen schönen Abend mit meinen Freundinnen. Wir haben es sogar gewagt zu lachen. Und einmal haben unsere Gliedmaßen gezuckt und es sah kurz aus, als würden wir tanzen. 
Aber liebe Die Welt-Redaktion, es tut uns leid und wir schämen uns.
Hauptsache Livemusik ist trotzdem erlaubt. Da tanzen Menschen ja nicht. Und sollte sich jemand bewegen, heben wir ein Schild hoch. Auf dem wird dann dick Ketzer stehen.

Samstag, März 16, 2013

PmdD #13

Mal wieder stand am gestrigen Tage ein Picture my day Day an, welcher von Chris organisiert wurde. Bei mir war dieses Mal irgendwie der Wurm drin, weswegen ich ständig vergessen habe, dass PmdD ist und mir oft erst 5 Stunden später einfiel, dass man ja noch 500 Fotos hätte machen können. Deswegen hat der gestrige Tag auch so wenig Bilder wie nie; aber seis drum.

Im Übrigen der Hinweis, dass Gollum "Gollum, Gollum" weit weniger sagt, als man annehmen würde - dieser Ausdruck ist für Trinkspiele also nur bedingt geeignet. 
Nützliche Tipps, Teil 2: Steckt nicht versehentlich den Eingangsschlüssel eurer Arbeitsstelle ein, sonst müsst ihr am nächsten Tag direkt wieder hin und den Schlüssel vorbei bringen, obwohl ihr erst in zwei Wochen wieder hin müsstet (froh ist, wer einen netten Fahrer hat).