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Montag, September 17, 2012

Schnaps & Kekse

Foto: Chris "Xian" Lührmann

// Künstler des Monats: Monsters of Liedermaching

Es sind die Geschichten, die Bands erst zu Bands machen: 2003 eher als Zufallsprodukt auf einem Festival entstanden, bei dem die sechs Musiker Soloauftritte zu absolvieren hatten. Schließlich wurden Bierbänke auf die Bühne gestellt und beschlossen, gemeinsam aufzutreten. 
Seitdem touren die Herren als Monsters of Liedermaching durch die Republik und besingen und bespaßen das Publikum.

Gestern spielten die sechs in der Batschkapp in Frankfurt und es war ein Fest. Ich habe 15,40€ für drei Stunden pure Unterhaltung bezahlt. Also quasi gar nichts.
Gesungen wird über die Liebe zu Türen; den Wunsch, eine Superhelden-Kackwurst zu sein; den Hass auf Pärchen und den Tod in der Nordsee. 
Sitzpogo inbegriffen. Zu sehen, wie das ganze Publikum auf den Stühlen sitzend aneinander klatscht, ist ein wirklich großer Spaß. Muss man gesehen haben, um es nachvollziehen zu können.
Die Monsters leben den Beruf des Musikers genau so, wie es sein sollte. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt auf einem Konzert war, bei dem die Musiker selbst SO einen Spaß hatten. Nicht selten müssen Lieder wegen etwaiger Lachattacken ob der albernen und bescheuerten Texte unterbrochen werden. Denn das sind sie tatsächlich - absolut bescheuert und dämlich. Und genau deswegen so unglaublich gut.
Außerdem beherrscht keiner das Xylophon so gut wie Totte.



Gelegenheit, die überragende Liveband zu sehen, gibt es Zuhauf: 
Fr 28.09.2012 - Meiningen 
Sa 29.09.2012 - Osnabrück 
So 30.09.2012 - Duisburg 
Fr  09.11.2012 - Berlin 
Sa 10.11.2012 - Dresden 
So 11.11.2012 - Nürnberg 
Fr  16.11.2012 - Bielefeld 
Sa 17.11.2012 - München 
So 18.11.2012 - Eschwege 
Fr  23.11.2012 - Hannover 
Sa 24.11.2012 - Hamburg 
So 25.11.2012 - Köln

Mittwoch, August 08, 2012

Döpdöpdöpdödödöpdöpdöp.

3 Stiegen polnisches Bier, 3 Parteypeople, 22 Mückenstiche, 3 Flaschen Sonnencreme, 20 Kilo Fleisch, 2 nette Iren, 50°C, 3 Bühnen, 2 "Grillmeister", 61 Musiker, 84 Milchbrötchen, 14 Stunden Schlaf, 10 Tonnen Konfetti, 2 dauerhaft aufgeheizte Zelte, 1n(e) Mülltütenkühlschrank/Loch/Falle, 1ne glückliche Judith.

Ein kleines, süßes Festival voller netter Menschen.

Am allertollsten: Olli Schulz. Weil in Bestform (= mehr reden als singen + Singen im Chor im Publikum) und mit Stylo-Hut.

Beste Neuentdeckung: The Real McKenzies. Weil Sackpfeifen und riesige Party trotz wenig tanzendem Publikum (wegen Temperaturen bei gefühlten 50°C und Sonne ohne Schatten).

Größte Party: SCOOTER. Weil alle betrunken und nur am abfeiern. Und ich glaube die zwei Iren und ich waren mit die wenigen Leute die WIRKLICH ernst gemeinten Spaß hatten. Wie sollte es auch anders sein, nachdem ich und der halbe Zeltplatz den beiden direkt vorm Auftritt die Band durch das Beibringen der hochkomplizierten Texte näher gebracht haben. Sie mussten schließlich mitsingen können. Hyper Hyper und so.


Übrigens hatte ich den ganzen Sommer bisher einen einzigen Mückenstich. Kaum bin ich in Brandenburg, habe ich plötzlich 22 Stück und einen Knöchel, der auf seine dreifache Größe angeschwollen ist. Geil.

Dienstag, Juli 10, 2012

How Much Is The Fish?

 
Habe ich schon erwähnt, dass ich SCOOTER live sehen werde? 98,9999% der Leute denen ich das erzähle, reagieren leider nicht mal annähernd so euphorisch und begeistert wie ich. 
Ort des musikalischen Orgasmus wird übrigens das Greenville im (ich nehme es mal an) beschaulichen Paaren / Glien sein. 
Und wenn überraschend schon meine Lieblingsband Noah & the Whale absagt (wegen denen ich eigentlich ursprünglich überhaupt erst dorthin wollte..), erfreue ich mich eben wenigstens am Offensichtlichen: SCOOTER!
Und Olli Schulz. Und Kettcar. Und We Invented Paris. Und Turbostaat. Und die Donots. Und Gogol Bordello. Und die Blockflöte des Todes. Und Iggy Pop. Und die Flaming Lips. Und SCOOTER.
Hyper Hyper.

Sonntag, Februar 12, 2012

Ich weiß, dass ich immer die Wahl hab' zwischen Kant und Peter Pan

Ein Poster, eine gemopste Setlist mit netter Reaktions-Widmung auf unser kleines Post-Konzert-Gespräch-am-Merchstand und fast 1 1/2 Stunden großartige Musik. Achja, und absolute Euphorie. Das sind die Überbleibsel eines großartigen Abends im Trauma mit Spaceman Spiff & Band.
Für gewöhnlich bin ich kein Freund davon, wenn Musiker meinen, bei Konzerten viel härter klingen zu müssen als sie es auf Platte tun (*hustGhostofTomJoadhust*). Im Gegenzug dazu bin ich großer Freund von Akustiksessions. Aber selbst die zwei Sidekicks Jonny und Felix die Hannes aka. Spiff mit Schlagzeug/Akkordeon und Cello/Bass/Trötding unterstützen und so manches Lied "härter" klingen ließen, waren eine echte Bereicherung. Zwischendurch wurde immer wieder herumgealbert und blöde Witze gerissen. Manchmal ging der Quatsch so weit, dass sich die Musiker zunächst wieder in einen "traurig melancholischen Zustand" bringen mussten. Da musste dann auch mal der Lieblingsfußballverein herhalten.
Ich habe schon einmal über Spiff geschrieben. Und ich werde so oft von ihm schreiben, bis alle endlich eingesehen haben, was für großartige Musik er macht. Mit um die 40 Leuten war dieses das schlecht besuchteste Konzert auf dem ich je war. Versteh ich nicht. Spiff singt und spielt und schafft, dass der ganze Raum glücklich ist.
Ein solches Glücksgefühl nach einem Konzert hatte ich zuletzt 2007 nach Au Revoir Simone, wo meine zwei Begleiterinnen und ich einen Button geschenkt und ein Lied gewidmet bekamen (eine tolle Geschichte übrigens).

Folgende Städte werden von Hannes & Band noch besungen:
12.02. bielefeld - bunker ulmenwall 
14.02. osnabrück - glanz & gloria 
15.02. bremen - ms treue 
17.02. hannover - gut e.v.

Geht nach Möglichkeit hin und erfreut euch daran! :D

Und das kann man sich schonmal als Einstimmung angucken:

Montag, November 29, 2010

"Du hörst ja auch komische Musik."

Der Grund warum ich seit gestern Abend fröhlich durch die Gegend hupse:
Husten Donut aka. der selbstgerechte Fettsack aka.
Justus Jonas
!
Oliver Rohrbeck, der Sprecher des ersten Detektives, war gestern anlässlich der Record Release Party zur neusten drei ??? Folge - # 143 Die Pokerhölle - in Heidelberg.

Zu hören gab es neben der Folge viele spaßige Anekdoten aus der Hörspielproduktion und ein Fanhörspiel mit dem Meister persönlich.
Ich hätte niemals gedacht, dass es so komisch ist, dem Sprecher von Justus gegenüber zustehen. Natürlich
ist es klar, dass er die gleiche Stimme hat wie der Detektiv, aber wenn Oliver Rohrbeck etwas sagt, sieht man direkt Justus vor dem inneren Auge und man wartet nur auf eine belehrende Bemerkung seinerseits.
Anders als Justus ist Oliver Rohrbeck einem jedoch direkt und ohne Umschweife sympathisch. Anlässlich des ersten Advents hat er es sich nicht nehmen lassen, persönlich durch jede einzelne Reihe zu gehen und jedem Besucher ein Täfelchen Schokolade zu schenken. Sowas habe ich wirklich noch nicht erlebt.
Während man selbst denkt, man begegnet gleich einem seiner größten Höspielstars, ist Oliver einfach Oliver und nimmt sich für jeden Besucher Zeit; hält ein kleines Pläuschchen und unterzeichnet fleißig jedermanns Lieblingsfolge. Eines Tages werde ich hoffentlich auch noch die Sprecher von Peter und Bob treffen. Für die habe ich auf dem Booklet der Folge extra noch Platz gelassen :D
Besonders schön an dem Abend war auch das Publikum selbst. Mir würde jetzt spontan nichts einfallen, das die Generationen so sehr vereint, wie die drei Detektive aus Rocky Beach. Die Altersspanne reichte von fünf Jahre alten Kindern bis zu 50 jährigen Knackern. Wenn man sich mal bewusst macht, dass die Drei nun seit 30 Jahren diese Hörspiele sprechen und immernoch Erfolg haben, ist das aber auch kaum verwunderlich.
Einen kleines Scherz am Rande ließ Oliver Rohrbeck dann auch noch raus. Er habe nämlich beobachtet, wie vereinzelte Köpfe schon kurz nach der Titelmelodie zur Seite kippten und Augen geschlossen wurden. Das sind die drei ??? nämlich auch: die allerbeste Schlafmedizin!
Schöööön wars. Und er hat angekündigt, dass er nächstes Jahr direkt in meine Stadt kommt, wuhu!
Präsentiert wurde der ganze Spaß von der Lauscherlounge. Dafür macht man doch gerne Werbung!


Montag, Mai 31, 2010

We Are Incomplete

Heute im Zug saß mir ein Mann, Anfang 30, gegenüber und hat sorgfältig einen großen Stapel Sticker in sein Fußball Panini Album geklebt. Fand ich großartig. Besonders, als er ganz verärgert war, weil er einen Großteil seiner Sticker doppelt hat. Bewahre das Kind in dir!

Übrigens hätte ich gerne einen Dsi -ich muss einfach die neu aufgelegte silberne Pokemon Edition haben! Ich habe noch einen großartigen grünen Gameboy Color von vor über 10 Jahren, aber als ich den eben angemacht habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen: Die Grafik ist ja dermaßen kacke :D
Nebenbei noch ein Aufruf an meine Millionen Leser: Hat jemand die silberen Edition für den Gameboy Colour? Ich habe nur die goldene und werde meinen Pokedex anscheind niemals vervollständigen können. Leider war ich als Kind so doof und habe mir die goldene Edition gekauft, obwohl sie mein großer Bruder schon hatte.. Aber ich fand silber hässlich und Ho-Oh cooler :D
Wer ca 150€ übrig hat, darf mir gerne einen schwarzen Dsi kaufen.

Post Scriptum: Troy von Balthazar erinnert mich immer an ein Tocotronic Konzert 2007, wo er als Vorband aufgetreten ist. An dem Tag wurde ich Zeuge, wie Türken Punks auf den Kopf gespuckt haben.. Seitdem habe ich das Vertrauen an die Menschheit und an Offenbach verloren :D



Troy von Balthazar - I Block The Sunlight Out

Sonntag, April 18, 2010

Anyone Can Answer Their Own Questions

Musikempfehlung des Tages:

Shadows von Au Revoir Simone (das Lied ist nur exemplarisch, weil ich mich eigentlich nicht für nur ein Lied entscheiden will - alle sind irgendwie gut) vom Album Still Night, Still Light (2009).
Au Revoir Simone sind drei großartige Frauen aus New York, die sich 2003 gegründet haben. Seitdem bezaubern sie die Menschheit mit Keyboard und Drummachine.
Ihre CDs werden von dem unglaublich spaßig klingendem Label Moshi Moshi Records vertrieben :D
Ich habe sie zum ersten Mal 2006 als Vorband von We are Scientists gesehen und mich damals noch gefragt, warum ein einzelnes Lied von ihnen 30 Minuten dauert.. Im Endeffekt waren es natürlich mehrere Lieder und Zuhause ist mir dann auch aufgefallen, wie großartig die Musik eigentlich ist.
2007 haben wir für Au Revoir Simone eine lange Reise nach Kassel auf uns genommen, um sie live sehen zu können. Letztlich war das Konzert mit das Schönste, auf dem ich bisher war. Uns wurde ein Lied gewidmet und ein Button geschenkt. Aber das ist eine andere Geschichte :D
Sie haben es sogar geschafft, David Lynch zu bezaubern.. Das ist doch schon mal was!
Zu dieser Band fällt mir nur noch ein:
Anhören und gern haben!



Au Revoir Simone - Shadows



Au Revoir Simone - A Violent Yet Flammable World